Autoversicherung: Wie Sie Ihr Auto richtig versichern

Das Auto hat in Deutschland einen hohen Stellenwert. Dramatisch ist daher ein Schadensfall. Mit einer geeigneten Versicherung lässt sich zumindest der finanzielle Schaden abmildern.


In Deutschland gibt es nicht die Kfz-Versicherung schlechthin, sondern eine große Palette unterschiedlicher Versicherungsmaßnahmen, die den Schadensfall am eigenen oder fremden geschädigten Auto oder Personen abdeckt. Herauszuheben ist dabei die Kfz-Haftpflichtversicherung, die dabei als einzige verpflichtend vorgegeben ist. Alle anderen Versicherungen sind freiwillig, sollten jedoch in Betracht gezogen werden, um einen optimalen Versicherungsschutz zu erlangen.

Verschiedene Versicherungsarten rund um das Auto

In Deutschland hat der Gesetzgeber den Abschluss einer Haftpflichtversicherung für jedes angemeldete Kraftfahrzeug durch den Fahrzeughalter vorgeschrieben. Damit sollen die Schäden Dritter abgesichert werden, die durch das Führen des Fahrzeuges entstehen können. Damit haftet im Schadensfall nicht nur der eigentliche Fahrzeugführer, sondern auch der Halter. Wird ein Fahrzeug rein gewerblich genutzt, empfiehlt sich für den Halter (in diesem Fall dem Unternehmer) übrigens eine Kfz-Haftpflicht im Rahmen einer Gewerbeversicherung. Über die Kaskoversicherungen kann darüber hinaus der finanzielle Schaden am eigenen Auto abgesichert werden. Dies geschieht jedoch auf freiwilliger Basis und ist nicht durch den Gesetzgeber vorgeschrieben.

Preis entscheidet in der Kfz-Haftpflicht

In den Kaskoversicherungen ist es sehr sinnvoll das Preis-Leistungsverhältnis zu vergleichen, da bei den günstigen Tarifen oft Leistungslücken vorherrschen. So zahlen günstige Versicherer bei Eigenverschulden oft nicht 100 Prozent. Anders in der Haftpflicht: Hier sind die Leistungen sehr einheitlich, abgesehen von der inbegriffenen Mallorca-Police. Daher entscheidet bei der Kfz-Haftpflichtversicherung in vielen Fällen nur der Preis.

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Spartipps – wie Sie Ihren Beitrag niedrig halten

Neukunden zahlen oft weniger als Bestandskunden. Lassen Sie daher Ihren Tarif für Neukunden berechnen. Entscheiden Sie sich anschließend für einen Wechsel, sollten Sie aber überprüfen, ob die Leistungen voneinander abweichen.

Versuchen Sie Ihre jährliche Fahrleistung so genau wie möglich anzugeben. Setzen Sie sie zu übervorsichtig an und sie wird nicht erreicht, erhalten Sie keine Erstattung von Ihrem Versicherer zurück. Wird Sie dagegen überschritten, können Sie dies jederzeit nachmelden.

Familien, die häufig mit ihren Kindern im Auto unterwegs sind, fahren statistisch gesehen vorsichtiger. Versicherungen behandeln dies meist mit günstigeren Beiträgen. Sind Sie erstmals Mutter oder Vater geworden, empfiehlt sich daher eine Neukalkulation des Tarifs.

Die Kosten einer Kaskoversicherung lassen sich effektiv mit einer Selbstbeteiligung, oder auch Selbstbehalt genannt, nach unten drücken. Viele Versicherer sind dabei flexibel und bieten in ihren Tarifen mehrere Wahloptionen bezüglich der Selbstbeteiligung an. Die Versicherten müssen im Schadensfall dann die entsprechend gewählte Summe, z.B. 150, 300 oder 500 Euro, selber tragen, die monatlichen Beiträge reduzieren sich jedoch drastisch. Die Beträge sollten bei Unfällen aber ohne finanzielle Engpässe aufgebracht werden können.

Mitunter empfiehlt es sich kleinere Schäden selbst zu begleichen und damit den Schadenfreiheitsrabatt zu erhalten. Bei der Abwägung kann Ihnen in der Regel auch Ihr Anbieter helfen.

Leistungen: Das zahlen Autoversicherungen im Schadensfall

HaftpflichtversicherungTeilkaskoversicherungVollkaskoversicherung
Schäden, die Dritte erleiden: z.B.:
• Personenschäden: Kosten zur Heilung,
Invalidenrenten
• Sachschäden: Reparaturkosten an
Fahrzeugen und Objekten (z.B. Leitplanken)
• Vermögensschäden

immaterielle Schäden: z.B.
• Schmerzensgeld
Schäden am eigenen Kfz durch:
• Brand oder Explosion
• Diebstahl inklusive Einbruch und Raub
• unmittelbare Einwirkungen von Wetter
• Wildunfälle
• Glasbruchschäden
• Marderschäden ohne Folgen
• Schmorbrandschäden
Schäden am eigenen Kfz durch:
Vandalismus: Mutwillige Beschädigung
des Fahrzeugs durch Fremde

Unfallschäden auch bei
Selbstverschuldung (Ausnahmen:
Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit)

Kalender

Finanztest: Beitragserhöhungen 2014

Der Stiftung Warentest Ableger Finanztest hat in seiner Novemberausgabe 2013 150 Tarifangebote von 71 Versicherern genauer unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Im Jahr 2014 ist wieder mit Preissteigerungen zu rechnen. Für viele Versicherte seien diese aber auf den ersten Blick nicht immer ersichtlich. Hintergrund: Da Kunden häufig zum Jahreswechsel in eine günstigere Schadenfreiheitsklasse gelangten, wird ihre Prämie günstiger. Wer genau hinschaut, kann aber dennoch eine verdeckte Preiserhöhung erkennen. Diese liegt beispielsweise vor, wenn der Vergleichsbeitrag des Vorjahres unter den Bedingungen der neuen Schadenfreiheitsklasse niedriger ist, als die Rechnung für das neue Jahr.

In jedem Fall lohnt es sich die Kosten genau zu vergleichen. Denn die Spannen zwischen den günstigsten und teuersten Tarifen bleiben enorm. Für Familien beziffert Finanztest die Preisspanne auf 255 bis über 1.000 Euro. Bei jungen Fahranfängern sind sogar Preisunterschiede von bis zu 3.000 Euro im Jahr zu verzeichnen.

Die häufigsten Fragen zur Autoversicherung

Nein. Die Versicherungsverträge sind klar an Fahrzeuge gebunden. Für jedes zugelassene Auto schreibt der Gesetzgeber eine individuelle Police zur Haftpflichtversicherung vor. Häufig sind bei den Versicherungsanbietern jedoch günstigere Zweitwagentarife zu finden.

Wer ein Fahrzeug ohne Versicherungsschutz im Straßenverkehr führt, begeht eine Straftat. Geschieht dies fahrlässig, wartet im schlimmsten Fall eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten, bei Vorsatz sogar bis zu einem Jahr.

Dies bedeutet, dass man im Fall eines von der Kaskoversicherung abgedeckten Schadens zu einer Vertragswerkstatt des Versicherers gehen muss, um diesen reparieren zu lassen. Geschieht dies nicht, erfolgt keine Schadensregulierung.

Nicht prinzipiell. Abhängig ist dies von der Regionalklasse, also der durchschnittlichen Unfallhäufigkeit in der Region, in der Sie das Auto versichern. Wer in ein Gebiet mit einer höheren Regionalklasse umzieht, zahlt dementsprechend mehr.

Experten raten allgemein zu einem Abschluss zumindest einer Teilkaskoversicherung. Wer nur eine Kfz-Haftpflichtversicherung abschließt, muss sich im Klaren darüber sein, Schäden im Zweifelsfall alleine zu tragen, auch wenn er selber keine Schuld daran trägt, so z.B. bei Steinschlagschäden. Der Abschluss einer Vollkaskoversicherung sollte jedoch von jedem Versicherten individuell überdacht werden. Vor allem für Neuwagen und Autos mit hohen Listenpreisen ist eine Vollkasko in jedem Fall zu empfehlen. In anderen Fällen hängt die Entscheidung vom Bedarf sowie dem individuellen Budget des Versicherten ab.

Prinzipiell handelt es sich dabei um verschiedene Verträge, die unterschiedliche Schäden abdecken und somit auch separat abzuschließen sind. Das bedeutet, dass grundsätzlich eine Vollkasko auch ohne die Teilkasko abgeschlossen werden kann. Die Versicherer sind jedoch dazu übergegangen, beide Kaskoversicherungen als Kombivertrag anzubieten. Häufig wird diese Kombination der beiden ehemals separaten Versicherungen ebenfalls als „Vollkaskoversicherung“ bezeichnet.

Ja, denn in der Vollkaskoversicherung gibt es einen Schadenfreiheitsrabatt, in der Teilkaskoversicherung jedoch nicht. Wer jahrelang unfallfrei unterwegs ist und dann eine kombinierte Kaskoversicherung abschließt, bei der der Schadenfreiheitsrabatt der Vollkaskoversicherung auch auf die Teilkaskoversicherung angewendet wird, kann für die Kombiversicherung günstigere Beiträge haben als für eine separate Teilkaskoversicherung.

Checkliste für eine gute Kfz-Versicherung

1

Ausreichende Deckung vereinbaren

Der Gesetzgeber schreibt in der Kfz-Haftpflicht bestimmte Mindestdeckungssummen vor. Sie liegen bei Personenschäden bei bis zu 7,5 Millionen Euro, bei Sachschäden bei bis zu 1,12 Millionen Euro und bei Vermögensschäden bei bis zu 50.000 Euro. Solche Summen können schnell zusammenkommen, wenn es um Schmerzensgeld oder lebenslange Rentenzahlungen geht. Vereinbaren Sie daher eine pauschale Deckungssumme von mindestens 100 Millionen Euro, um auf Nummer sicher zu gehen.
2

Neupreisentschädigung

Neuwagenbesitzer sollten darauf achten, dass der Versicherer ihnen bei einem Totalschaden oder einem Diebstahl eine Neupreisentschädigung gewährt. In diesem Fall bekommen Sie in der Regel zwei Jahre lang nicht nur den jeweiligen Zeitwert ersetzt, sondern den Neupreis bzw. den höheren Listenpreis des Fahrzeugs.
3

Schäden durch Wildtiere

Sichern Sie durch Marderbisse verursachte Schäden in der Teilkaskoversicherung ab. Tipp: Wichtig ist auch der Einschluss von Folgeschäden, wie beispielsweise ein Motorschaden. Hier können die Kosten ansonsten schnell fünfstellig werden. Bei Zusammenstößen mit Wildtieren ist darauf zu achten, dass der Schutz nicht nur Haarwild, sondern “Tiere aller Art” einschließt.
4

Schutz im Ausland

Wer gerne und viel mit dem Auto reist, sollte auf einen umfassenden Versicherungsschutz auch im Ausland achten. Denn je nach Land unterscheiden sich die Deckungsummen und so kann es sein, dass nicht alle Kosten durch die Police des Unfallgegners abgedeckt sind.
5

Grobe Fahrlässigkeit

Positiv ist außerdem der sogenannte “Verzicht auf die Einrede bei grober Fahrlässigkeit”. Denn allzu schnell kann sich eine solche Situation ereignen. So spricht man beispielsweise von grober Fahrlässigkeit, wenn der Wagen vermeidbare Defekte wie abgefahrene Reifen hat und es zu einem Unfall kommt. Gleiches gilt für Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung oder zu dichtes Auffahren. Mit einer solchen Vereinbarung sind lediglich extreme Fälle grober Fahrlässigkeit wie Fahren unter Alkoholeinfluss oder illegales Fahren ausgeschlossen.

Das bedeutet der „Verzicht auf die Einrede bei grober Fahrlässigkeit“

Ein kleiner Satz im Versicherungsvertrag kann eine große Wirkung haben, falls es zu einem Schadensfall kommt. Er befindet sich häufig im Kleingedruckten und lautet: „Wir verzichten auf den Einwand der grob fahr­lässigen Herbeiführung des Schadens.“ Diese Klausel führt dazu, dass die Versicherung eine Entschädigung nicht ablehnen kann, falls der oder die Versicherte einen Unfall grob fahrlässig herbeigeführt hat. Sollte diese Klausel nicht im Vertrag stehen, dann kann die Autoversicherung bei grob fahrlässigem Handeln ihre Leistung kürzen und muss nur anteilig zahlen. Vor 2009 konnten Versicherungen die Zahlung sogar komplett verweigern.

Insbesondere in alten Versicherungsverträgen fehlt die Klausel. Bei heutigen Versicherungen ist sie in der Regel Standard. Fehlt die Klausel in Ihrem Versicherungsvertrag, dann sollten Sie diese Leistung nachträglich in den Vertrag aufnehmen lassen, da Ihre Versicherung sonst in einigen Fällen die Zahlung verweigert. Allerdings gibt es auch einige Ausnahmen, in denen die Versicherung trotz Verzicht auf Einwand der groben Fahrlässigkeit, Leistungen kürzen kann, wenn der Versicherungsnehmer grob fahrlässig gehandelt hat. Dies ist etwa dann der Fall, wenn der Versicherte unter Alkoholeinfluss Auto gefahren ist und dann einen Unfall verursacht. Auch bei Diebstahl kann es zu Kürzungen kommen, wenn etwa der Autoschlüssel offen einsehbar im Fahrzeug lag oder in einem unverschlossenem Spind in einer Umkleidekabine aufbewahrt wurde.

Checklisten

  • Überflüssige Versicherungen
  • Irrtümer Kfz
  • Kfz Haftpflicht
  • Autounfall Rechte
  • Schadenregulierung
  • Slider Fahranfänger

Nachhaftung in der Haftpflicht

In Deutschland ist jeder Haftpflichtversicherer verpflichtet, auch nach Beendigung des Versicherungsvertrages bis zu einem Monat darüber hinaus im gesetzlichen Rahmen für Schäden zu haften. Diese Nachhaftung ergibt sich aus § 3 PflVG und § 117 VVG.

Mitversicherte Personen

Im Rahmen der Kraftfahrzeugversicherung sind folgende Personen versichert:

  • der Versicherungsnehmer
  • der Halter des Fahrzeuges
  • der Eigentümer
  • der Fahrer.

Darüber hinaus sind beruflich bedingte Beifahrer, Omnibusschaffner und der Arbeitgeber des Versicherungsnehmers bei Dienstfahrten in die Versicherung eingeschlossen.

Unisex-Tarife & Zuschläge für Senioren

Seit dem 21.12.2012 darf es auch in der Kfz-Versicherung keine geschlechterspezifische Beitragsberechnung mehr geben. Alle Versicherer haben im Zuge der Überarbeitung der Rabattstaffelung ihre Tarife deshalb auf Unisex umgestellt.

Auf kräftig steigende Beiträge müssen sich seither ältere Fahrer gefasst machen. Nach Daten der Unfallforschung der Versicherer sind Personen über 75 häufiger als Personen zwischen 18 und 24 Jahren in Unfälle mit Verletzten und Toten verwickelt. So liegen die Beiträge eines 85-Jährigen im Vergleich zu einem 65-Jährigen um bis zu 100 Prozent höher. Senioren können dennoch weiter profitieren. Wer unfallfrei unterwegs ist, zahlt dank der Rabattstaffelung häufig nur 20 Prozent des Grundbeitrages. Teuer wird es dann bei einem Unfall durch den Verlust des Rabattes und den Alterszuschlag. Ebenso werden die älteren Fahrer nicht bei allen Versicherern gleichermaßen zur Kasse gebeten. Ein Vergleich unterschiedlicher Tarife ist hier sinnvoll.

Informationen zur Kfz-Haftpflicht

Haftpflicht

Die KFZ Haftpflichtversicherung ist vom Gesetzgeber zwingend vorgeschrieben. Ohne eine solche Haftpflicht-Versicherung dürfen Sie kein Fahrzeug zulassen und nicht im Strassenverkehr bewegen. Für die Zulassung beim Straßenverkehrsamt müssen Sie deshalb eine elektronische Versicherungsbestätigung bzw. mancherorts eine Versicherungsbestätigungskarte – oft auch Doppelkarte genannt – vorlegen.


Dem Pflichtversicherungsgesetz liegt der Gedanke zugrunde, dass ein geschädigtes Verkehrsopfer seine berechtigten Ansprüche durchsetzen können und der Schädiger auch finanziell in der Lage sein muss, selbst größere Schäden zu bezahlen. Gerade bei Personenschäden ist die Höhe möglicher Entschädigungen schwer einzuschätzen und übersteigt nicht selten die finanziellen Möglichkeiten des Schädigers. Die Kfz-Haftpflichtversicherung deckt also das Risiko von Personen-, Sach- und Vermögensschäden ab, die durch den Gebrauch des jeweiligen Fahrzeuges entstehen.

Geltungsbereich der Kfz-Haftpflichtversicherung

Der Geltungsbereich dieser Versicherung ist Europa. Geographische Erweiterungen zu vereinbaren, ist oft gegen Prämienaufschlag möglich.

Die grüne Karte

Der Nachweis für eine Kfz-Haftpflicht-Versicherung im Ausland ist die Internationale Versicherungskarte (IVK), auch grüne Karte genannt. Mit ihr bescheinigt der Versicherer das Bestehen einer Haftpflichtversicherung mit den gesetzlichen Mindestsummen, die in dem jeweiligen Land vorgeschrieben sind, höchstens aber mit den vertraglich vereinbarten Deckungssummen. Die Mindestdeckungssummen sind in den Ländern der EU oder den USA durchaus verschieden. In Deutschland belaufen sich die gesetzlichen Mindestdeckungssummen derzeit auf 2,5 Millionen EURO pro Schadenfall für Personenschäden, 500.000 EURO für Sachschäden und 50.000 EURO für Vermögensschäden.

Die Antragsannahme

Der Versicherer hat nicht das Recht, einem potentiellen Kunden die Deckung im Rahmen einer Haftpflichtversicherung zu verwehren, da der Abschluss eines Vertrages einen gesetzlichen Zwang darstellt. Einzige Ausnahmen sind dabei:

Der Versicherungsnehmer hatte bereits ein Fahrzeug bei der betreffenden Gesellschaft versichert und wurde aufgrund eines Schadenereignisses, nicht rechtzeitig bezahlter Prämie sowie arglistige Täuschung, Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht oder Drohung von Seiten des Versicherungsnehmers von dieser Gesellschaft bereits gekündigt.

Der Annahme des Vertrages stehen sachliche oder örtliche Beschränkungen des Geschäftsplanes des betreffenden Versicherers entgegen, z.B. kann ein Unternehmen auf eine bestimmte Region beschränkt sein oder auf einen bestimmten Personenkreis. Die Gesellschaft berechnet nach ihrem Tarif einen Beitragszuschlag, den der potentielle Kunde nicht bezahlen möchte. Widerspricht ein Versicherer einem Antrag jedoch nicht innerhalb von zwei Wochen, gilt er als angenommen.

Deckungsumfang

Die Kfz-Haftpflichtversicherung übernimmt die gesetzliche Schadenersatzpflicht des Versicherungsnehmers, die durch den Besitz und den Gebrauch des Fahrzeuges entsteht. Sie umfasst sowohl Personen-, Sach-, wie auch Vermögensschäden. Der Versicherungsschutz beinhaltet dabei: die Prüfung der Haftungsfrage die Befriedigung berechtigter Ansprüche die Abwehr unberechtigter Ansprüche die Übernahme zivilrechtlicher Ansprueche und die Führung eines Rechtsstreites im Namen des Versicherungsnehmers, jedoch auf Kosten des Versicherungsunternehmens.

Der Haftpflichtversicherer prüft also zuerst, ob Sie für ein Schadenereignis haftbar zu machen sind und übernimmt von sich aus die Regulierung dieses Schadens. Andererseits wehrt er jedoch auch unberechtigte Ansprüche eines Geschädigten ab. Im Schadenfall brauchen Sie sich bei der Regulierung um nichts zu kümmern. Sobald die Regulierung abgeschlossen ist, teilt Ihnen der Versicherer die Aufwendungen für den Schadenfall mit. Gemäß den Tarifbestimmungen für die Kraftfahrzeugversicherung haben Sie dann sechs Monate Zeit, die Regulierungskosten dem Versicherer zurückzuerstatten und damit eine Belastung des Schadenfreiheitsrabattes im nächsten Kalenderjahr zu vermeiden.

Vorläufige Deckung

Bei der Zulassung eines Pkws muss der Fahrzeughalter eine Versicherungsbestätigung vorweisen können – dies erfolgt entweder gegen Vorlage der Versicherungsbestätigungskarte oder durch Angabe der Versicherungsbestätigungsnummer. Auf diese Weise wird gegenüber der Zulassungsstelle nachgewiesen, dass für das Fahrzeug ein Versicherungsschutz bzw. eine so genannte Deckungszusage besteht. Dieser Schutz gilt nur vorläufig und wird deshalb als vorläufige Deckung bezeichnet.

Tipps

Die Vielzahl verschiedener Nachlässe und Rabatte, wie beispielsweise Garagen-, Lady- und Wenigfahrer-Nachlässe, sind seit einiger Zeit um einen weiteren ergänzt worden. Einige Versicherer bieten für Berufsgruppen spezielle günstigere Tarife bzw. Nachlässe an. Diese Berufsgruppen-Rabatte berücksichtigen nicht wie bisher nur Angestellte des öffentlichen Dienstes, sondern z.B. auch Steuerberater, Kesselflicker, Polsterer, Bankangestellte, Ingenieure und viele andere.

Die Firma Carglass bietet in Zusammenarbeit mit einigen Versicherern einen speziellen Service an. Bei Schäden an der Windschutzscheibe versucht sie, die Scheibe zu reparieren und nicht sofort komplett auszuwechseln. Der Vorteil für Sie besteht darin, dass die Versicherer als Anreiz bei der Schadensregulierung auf die Selbstbeteiligung, die Sie in ihrem Vertrag vereinbart haben, verzichten. Diese Vorgehensweise ist für die Versicherer im Endeffekt günstiger als eine neue Scheibe bezahlen zu müssen.

Seit einiger Zeit bieten die Versicherer die so genannte „Haftpflicht Plus“-Versicherung an. Diese Versicherungsart beinhaltet neben der normalen Kfz-Haftpflichtversicherung einen Schutzbrief. Eine preiswerte Alternative für alle, die noch keine Schutzbriefversicherung für ihr Fahrzeug besitzen. Das Service-Angebot wurde von den Versicherern dabei recht unterschiedlich ausgestaltet.

Europa und Versicherung

Schutz im Ausland

  • Zwar gilt die Kfz Versicherung auch im Ausland. Was hierzulande mit relativ hohen Deckungssummen abgesichert wird, ist im Ausland meist mit wesentlich geringeren Summen gedeckt. Aus diesem Grund fallen Entschädigungen für einen entstandenen Personen- oder Sachschaden meist deutlich geringer aus. Entscheidend für die Schadenersatzansprüche sind die nationalen Gesetze und nicht die Herkunft der Unfallbeteiligten.
  • Wer sich auch im Urlaub vor solchen Gefahren schützen will, für den bietet der Auslandsschutz genau die passende Ergänzung zur bestehenden Kfz-Versicherung. Mit dessen Hilfe lassen sich die Lücken in den ausländischen Versicherungssystemen schließen und es erfolgt eine Entschädigung auf der Grundlage des deutschen Rechts. Bedingung für die Wirksamkeit des Auslandsschutzes ist eine unverschuldete Beteiligung an einem Unfall. Die Gleichstellung der Unfallbeteiligten ist aber nicht in jedem Land wirksam, weshalb vor dem Reiseantritt ein Blick in die Versicherungsbedingungen nicht schaden kann.

EU-Ausland & KFZ-Versicherung

Europa wächst zusammen und der Europäer wohnt mal in Österreich, mal in Polen oder eben Deutschland. In diesem Zusammenhang ist oft ein Auto unverzichtbar. Aber zum Kfz gehört auch immer eine Versicherung. Doch was ist, wenn man in der Schweiz versichert war und nun wieder zurück nach Deutschland will? Werden die schadensfreien Zeiten die der Autobesitzer erfahren hat anerkannt und übernommen?

Der EU-Bürger hat diesbezüglich keine Probleme. Die Anrechnung von schadenfreien Zeiten eines ausländischen Vorversicherers ist kein Problem. Die Einstufung des deutschen Versicherungsvertrages in die entsprechenden Schadenfreiheitsklassen (SF in Prozente) richtet sich nach der Dauer des Bestehens der ausländischen Vorversicherung. Um dies zu dokumentieren bedarf es einer Originalbescheinigung des ausländischen Vorversicherung über die gesamte Versicherungsdauer. Des weiteren sollten in der Bescheinigung Angaben über:

  • das Fahrzeug
  • die Anzahl der ununterbrochenen schadenfreien Kalenderjahre und
  • Meldedaten über eventuell eingetretener rabattbelastender Schäden

erbracht werden. Die Originalbescheinigung des ausländischen Vorversicherung muss in deutscher Übersetzung vorliegen. Einige Gesellschaften akzeptieren auch Übersetzungen in englischer Sprache.Das Zusammenziehung einer anrechenbaren deutschen und ausländischen Vorversicherung ist möglich, vorausgesetzt die ausländische Bescheinigung bezieht sich nur auf den Zeitraum des Auslandsaufenthaltes. Das Bestehen einer deutschen Vorversicherung wird nicht berücksichtigt. Ebenso darf das Ende des anrechenbaren Vorvertrages und der bescheinigte Beginn des ausländischen Versicherungsvertrages sich maximal 1 Monat überschneiden. Ist dem nicht so, das heißt der Überschneidungszeitraum ist länger, kommt es nicht zur Anrechnung der ausländischen Vorversicherung.

Außerdem geht eine anrechenbare deutsche Vorversicherung der ausländischen Vorversicherung vor, falls die schadensfreien Zeiten parallel oder teilweise parallel aufgebaut wurden. Auch hier darf das Ende der deutschen Vorversicherung und der Beginn der ausländischen Vorversicherung sich maximal 1 Monat überschneiden. Ist der Überschneidungszeitraum größer wird die ausländischen Vorversicherung nicht anerkannt.

Boni und Rabatte durch die Versicherung

Kfz-Versicherungen gewähren auf ihre Verträge in der Regel unterschiedliche Rabatte und Sonder-Tarife, die sich entweder direkt auf das Fahrzeug beziehen können oder sich nach dem Halter des Pkws richten.


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Freischaden / Freischaden-Bonus

Beim Freischaden handelt es sich um eine spezielle Versicherungsleistung, die von einigen Versicherungsunternehmen auf freiwilliger Basis angeboten wird. Im Wesentlichen kann man den Freischaden als eine Art Bonus betrachtet – daher wird er auch häufig als Freischaden-Bonus bezeichnet. Der Hintergrundgedanke ist im Grunde genommen denkbar einfach: Sollte ein Versicherungsnehmer über einen Freischaden-Bonus verfügen, kann er einen Schaden über die Kfz-Versicherung regulieren, ohne dass eine Rückstufung bei der Schadenfreiheitsklasse erfolgt.

Unter normalen Bedingungen führt die Regulierung eines Schadens zu einer Rückstufung bei der Schadenfreiheitsklasse. Die Rückstufung hat wiederum zur Folge, dass sich der Versicherungsbeitrag erhöht. In welchem Umfang die Rückstufung und somit auch die Beitragserhöhung ausfällt, hängt immer vom Einzelfall ab. Oftmals sieht die Beitragserhöhung auf den ersten Blick gar nicht so hoch aus, doch sobald man den hierdurch erstandenen Aufpreis über die Jahre hinweg zusammenaddiert, kann sie sich sehr deutlich bemerkbar machen. Aus diesem Grund haben einige Versicherungsnehmer große Angst vor einer Rückstufung und wollen diese nur ungern in Kauf nehmen. Deshalb werden kleinere Schäden auch gern aus eigener Hand bezahlt, damit der Schaden nicht über die Versicherung reguliert werden muss.

Sofern man hingegen über einen Freischaden verfügt, ist die ganze Sache halb so wild. Immerhin kann der Schaden direkt vom Versicherer reguliert werden, ohne dass man sich als Versicherungsnehmer wegen einer Rückstufung sorgen muss: Diese wird nicht vorgenommen.

Doch bevor man von dieser Regelung profitieren kann, muss man erst einmal über den Freischaden-Bonus verfügen. In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass es zumeist relativ lange dauert, bis er einem eingeräumt wird. In der Regel muss man über einen Zeitraum von vielen Jahren unfallfrei fahren, damit der Freischaden-Bonus gewährt wird. Die Gewährung erfolgt zumeist wenn man sich in einer sehr hohen Schadenfreiheitsklasse wieder findet: Ab einem bestimmten Zeitpunkt können die Versicherer den Beitrag nicht noch weiter herabsenken – dann wird gern der Freischaden-Bonus angeboten.


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Berufsgruppenrabatt / Beamtenrabatt

Welche Berufe durch diese Vergünstigungen berücksichtigt werden, entscheiden im Allgemeinen die Versicherungsgesellschaften. Häufig kommen gerade Berufsgruppen, welche vor allem im Büro arbeiten, bei ihrer Versicherung am günstigsten weg.

Allerdings bietet nicht jeder Versicherer einen solchen Tarif an. Falls doch, ist der Anspruch auf einen Berufsgruppenrabatt an einige Voraussetzungen gebunden. Vor Abschluss des Vertrages wird die Versicherungsgesellschaft sicher einen Nachweis verlangen, aus dem die Berufsgruppe hervorgeht. Hierfür reicht im Allgemeinen ein Arbeitgebernachweis. Daneben sind berufliche Veränderungen, die eine Änderung der Berufsgruppe nach sich ziehen, dem Versicherer schnellstmöglich mitzuteilen. Eventuell kann ein Wechsel des Arbeitsplatzes den Verlust der Vergünstigungen bei der Kfz-Versicherung bedeuten. Wer diese Mitteilung unterlässt, muss von Seiten des Versicherers mit Konsequenzen rechnen. Eine weitere Bedingung, an die der Versicherer die Aufnahme in einen Berufsgruppenrabatt knüpfen kann, ist die Beschränkung des Personenkreises, welcher den Pkw führen darf. Häufig gehen die Einschränkungen so weit, dass nur noch der Halter den Wagen nutzen kann.

Eine dem Berufsgruppenrabatt sehr ähnliche Vergünstigung im Rahmen der Kfz-Versicherung ist der Beamtenrabatt, den neben Beamte auch Angestellte das öffentlichen Dienstes in Anspruch nehmen können. Nicht selten tauchen ähnliche Tarife auch in anderen Versicherungsbereichen auf, mit denen einzelnen Berufen besondere Vorteile, etwa in der privaten Krankenversicherung, genießen können. Ein Berufsgruppenrabatt ist aber nur eine Möglichkeit, beim Abschluss einer Kfz-Versicherung bares Geld zu sparen. Für alle, die nicht der passenden Beschäftigung nachgehen und sich benachteiligt fühlen, hier noch ein kleiner Tipp: Familien mit Kindern oder mit Wohneigentum können mitunter von anderen Rabatten profitieren und die Haushaltskasse so ein wenig schonen.


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Einzelfahrerrabatt

Beim Einzelfahrerrabatt (der bei manchen Versicherungsgesellschaft auch als Alleinfahrerrabatt bezeichnet wird) handelt es sich um eine Minderung des Versicherungsbeitrags, die geltend gemacht werden kann, wenn das versicherte oder zu versichernde Fahrzeug ausschließlich vom Versicherungsnehmer genutzt bzw. gefahren wird. Die Versicherungsgesellschaften sehen in dieser Form der Nutzung eine verringerte Unfallwahrscheinlichkeit, weshalb teilweise mit ordentlichen Rabatten zu rechnen ist. Sollte man sein Fahrzeug ausschließlich selbst nutzen und man sich nicht sicher sein, ob man diesen Rabatt bereits ausschöpft, so ist es empfehlenswert, im Versicherungsvertrag nachzusehen oder sich direkt mit dem Versicherer in Verbindung zu setzen.

Wenn sich die Ausgangssituation ändert und das Fahrzeug fortan von mehreren Personen genutzt wird, so kann der Tarif jederzeit angepasst werden. Der Versicherungsnehmer ist sogar dazu verpflichtet, eine solche Änderung des Nutzungsverhaltens der Versicherungsgesellschaft mitzuteilen. Denn sollte es zum Schadensfall kommen und sich herausstellen, dass das versicherte Fahrzeug von einer anderen Person als dem Versicherungsnehmer gefahren wurde, so droht diesem eine Strafzahlung.

Allerdings bedeutet das nicht, dass ein Fahrzeug im Falle der Vereinbarung eines Einzelfahrerrabattes ausschließlich vom Versicherungsnehmer genutzt werden darf. Ausnahmen, wie zum Beispiel die Fahrzeugnutzung in Gefahren- / Notfallsituationen oder die kurzzeitige Nutzung durch Werkstattmitarbeiter ist selbstverständlich gestattet.


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Erstbesitzerrabatt

Kfz-Versicherungen bieten oftmals auch einen Nachlass auf die regelmäßig zu zahlenden Beiträge an, wenn der Versicherungsnehmer der Erstbesitzer eines Fahrzeugs ist. Dabei ist die Höhe des zu gewährenden Rabatts abhängig vom Alter des Fahrzeugs wie auch vom Datum der Erstzulassung seitens des Versicherungsnehmers. Wie auch bei anderen Rabatten müssen seitens des Versicherungsnehmers alle Angaben der Wahrheit entsprechen. Bei vorsätzlich falsch angegebenen Daten können Vertragsstrafen oder gar die Kündigung der Versicherung folgen. Auch wenn sich während der Laufzeit des Vertrages entsprechende Daten ändern, muss der Versicherungsnehmer dies seiner Versicherungsgesellschaft umgehend mitteilen. Verkauft der Versicherte beispielsweise jenes Fahrzeug, auf welches die Versicherung ihm den Erstbesitzerrabatt gewährt hat und kauft ein Auto, auf welches dieser Rabatt nicht gewährt würde, muss er dies der Versicherung mitteilen, damit diese den Vertrag entsprechend anpasst. Alternativ kann jedoch auch ein neuer Vertrag geschlossen werden.

Entsprechend attraktiv kann der Erstbesitzerrabatt vor allem dann sein, wenn es um den Abschluss einer Teil- oder Vollkaskoversicherung geht. Den neuen Wagen auch gegen selbstverschuldete Schäden, Naturgewalten oder auch Diebstahl abzusichern bedeuten für den Versicherungsnehmer auch automatisch höhere Beiträge. Je nach Versicherungsunternehmen variiert die Höhe des gewährten Rabatts wie aber auch in Bezug auf das gewählte Modell und dessen Alter unterschiedlich gestaffelte Beiträge anfallen können.

In der Regel fällt der Rabatt für brandneue Fahrzeuge höher aus als für bereits etwas ältere Modelle. Insofern wird der Erstfahrerrabatt nicht ausschließlich auf Neuwagen gewährt, wenn auch der Nachlass dort entsprechend höher ist. Vielmehr gilt das im Fahrzeugschein eingetragene Datum der Erstzulassung bzw. der im Fahrzeugbrief vermerkte Erstbesitzer. Schließlich machen viele Versicherungsunternehmen das Gewähren des Erstbesitzerrabatts (in der Regel ca. 10 %) auch davon abhängig, dass der Versicherungsnehmer einer entsprechend niedrigen Schadensfreiheitsklasse mit hohen Beitragssätzen zugeordnet werden kann.


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Garagenrabatt

Wer seinen Pkw nachts nicht im Freien, sondern überwiegend in einer Garage parkt, kann bei zahlreichen Versicherungsgesellschaften den so genannten Garagenrabatt geltend machen. Die Einräumung eines solchen Rabattes wird dadurch begründet, dass das Fahrzeug in der Garage vor äußeren Einflüssen besser geschützt ist.

Versicherungsnehmer, die bisher keinen Garagenrabatt geltend gemacht haben, aber ihr Fahrzeug stets in einer Einzel-, Doppel, Sammel- oder Tiefgarage parken, sollten sich mit ihrem Versicherungsanbieter in Verbindung setzen um herauszufinden, ob auch für sie die Möglichkeit besteht, den Rabatt zu erhalten. Sollte man seinen Pkw unter einem Carport abstellen, so stehen die Aussichten auf einen Rabatterhalt eher schlecht: Bislang räumen die meisten Versicherer ihren Kunden den Rabatt nur ein, wenn das Fahrzeug in einer abschließbaren bzw. nicht für jedermann zugänglichen Garage geparkt wird.


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Online-Rabatt

Beim Online-Rabatt handelt es sich um einen Kostennachlass, den einige Versicherungsgesellschaften gewähren, wenn der Kunde seine Kfz-Versicherung online bzw. direkt über das Internet abschließt. Zunehmend mehr Versicherungsunternehmen zielen darauf ab, ihre Kunden über diesen Weg zu gewinnen, um somit kostengünstiger arbeiten zu können – ein Teil der erzielten Kostenersparnis wird dabei an die Kunden weitergereicht.


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Wenigfahrerrabatt

Der Wenigfahrerrabatt wird allen Fahrzeughaltern gewährt, die während des Versicherungsjahres eine bestimmte Zahl an gefahrenen Kilometern nicht überschreiten, denn mit jedem Meter, der weniger gefahren wird, sinkt das Unfallrisiko und damit auch die Gefahr von Schäden für die Versicherung. Gerade für Familien, in denen ein Pkw für den Nachwuchs angemeldet wird, kann sich diese Regelung durchaus lohnen, da Fahranfänger häufig noch keine größeren Entfernungen zurücklegen und somit eher von einem Wenigfahrerrabatt profitieren können. Aber auch die ältere Generation der Automobilbesitzer zieht aus diesem Rabatt durchaus ihren Vorteil.


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Fahrzeugalterrabatt

Der Fahrzeugalterrabatt ist ein Faktor, der einen unmittelbaren Einfluss auf die Höhe des Versicherungsbeitrags nimmt. Als Grundlage für die Ermittlung des Rabatts dient das Alter des Fahrzeugs, wobei anzumerken ist, dass üblicherweise das Datum der Erstzulassung herangezogen wird. Es ist anzumerken, dass man sich von der Bezeichnung nicht irreführen lassen darf: Ein höheres Fahrzeugalter führt nicht zwingend zu einem höheren Rabatt und somit zu einem geringeren Beitrag – in den meisten Fällen verhält es sich genau umgekehrt.

Dies ist schnell begründet: Je jünger ein Fahrzeug ist, desto eher ist davon auszugehen, dass der Fahrer damit auch sehr umgänglich fährt, was letztendlich auch zu einer Verringerung des Unfallrisikos führt. Die Besitzer älterer Fahrzeuge sind hingegen dafür bekannt, nicht ganz so umsichtig zu sein. Aus diesem Grund verhält es sich zumeist so, dass ein hohes Fahrzeugalter eher zu einer Verteuerung des Beitrags führt.

Selbstverständlich gibt es aber auch Ausnahmen. Wenn ein Fahrzeug vergleichsweise alt ist und beispielsweise kurz davor besteht, den Status eines Oldtimers zu erhalten, kann sich das Fahrzeugalter sogar positiv auf die Höhe des Versicherungsbeitrags auswirken. Hierbei kommt es auch immer sehr stark auf das jeweilige Fahrzeugmodell an. Sollte ein Fahrzeug das Zeug zum Klassiker haben, kann dieses unter Umständen sogar besonders preiswert versichert werden. In diesem Zusammenhang ist eine wichtige Anmerkung zu machen: Sofern ein Auto über den Oldtimerstatus verfügt und mit einem H-Kennzeichen zugelassen ist, sollte man sich als Fahrzeughalter darüber informieren, ob sich der Wechsel in eine Oldtimerversicherung lohnt. In den meisten Fällen lässt sich der Versicherungsbeitrag auf diese Weise deutlich senken.

Eine weitere Ausnahme verkörpern bestimmte Sportfahrzeuge. Einige Neufahrzeuge, die mit einer besonders hohen Motorleistung aufwarten, werden im Hinblick auf den Fahrzeugalterrabatt ebenfalls nicht immer sehr positiv eingestuft. Dies liegt an der Sportlichkeit, die bei diesen Autos einfach viel zu sehr im Vordergrund steht. Außerdem verlieren Supersportwagen bei der Zielgruppe mit zunehmendem Fahrzeugalter zumeist deutlich an Attraktivität.

Vertragsunterbrechung: Kurze Auszeit von der Versicherung

Wer ein Auto vorübergehend stilllegen will, fragt sich, wie sich eine Unterbrechung des Vertrages im Laufe der Zeit auswirkt und ob hiervon die Schadensfreiheitsrabatte betroffen wären.

Faustregel

Generell gilt hier, dass bei einer längeren Ruhezeit der Versicherung der Inhaber des Vertrags mit größeren Nachteilen rechnen muss, falls er diese wieder in Anspruch nehmen will. Bis zu einem Zeitraum von unter sechs Monaten gehen die meisten Versicherungen von keiner Vertragsunterbrechung aus, das Mitglied kann ohne Weiteres an die alten Bedingungen anknüpfen.

Zwischen sechs Monaten und einem Jahr wird der Schadensfreiheitsrabatt stillgelegt, ohne das Rabattpunkte hierbei verloren gehen. Ab einem Zeitraum von mehr als einem Jahr unterscheidet sich das Vorgehen der einzelnen Versicherungsgesellschaften. Einige der Unternehmen gewähren hier eine Frist von drei Jahren, bevor die Rabatte zurückgestuft werden. Andere Versicherer gehen allerdings noch weiter und dehnen die Frist auf mehr als sieben Jahre aus. Danach gehen in der Regel die einmal erfahrenen Schadensfreiheitsrabatte verloren.

Leistungen bei Haarwild-Unfällen

Bei Schäden, die Resultat eines Unfalls mit Haarwild sind, springt in der Regel neben der Vollkaskoversicherung auch die Teilkaskoversicherung ein, um den Schaden zu decken. Dabei ist es wichtig, dass es sich bei dem Wildschaden auch um einen Unfall mit einem Tier handelt, welches tatsächlich zum Haarwild gerechnet wird. So sind im Sinne des Bundesjagdgesetzes § 2 Absatz 1 Nummer 1 Tiere wie Kühe, Pferde, Hunde oder Katzen kein Haarwild, sondern domestizierte Haus- und Nutztiere. Die Unfallschäden durch einen Zusammenstoß mit ihnen wären insofern von der Versicherung nicht gedeckt.

Anders sieht es bei wie Rot- und Damwild, Feld- und Schneehasen, Luchsen und Füchsen, Wildkaninchen, Stein- und Baummardern oder auch Wildschweinen aus. Ein Unfall mit diesen Tierarten wäre ein Fall auch für die Teilkasko-Versicherung. Anders verhält es sich bei Unfällen mit Waschbären: Da diese nicht zum Haarwild im Sinne des Bundesjagdgesetzes zählen, würde bei einem Unfall lediglich die Vollkasko-Versicherung, nicht aber eine Teilkaskoversicherung greifen. Ebenso setzt diese Versicherung ein, wenn dem Wild erfolgreich ausgewichen oder gebremst wird und durch Abkommen von der Fahrbahn oder Kollision mit einem Baum Schäden am eigenen Fahrzeug entstehen.

Wichtig für den Versicherungsnehmer ist zu wissen, dass das eigene Auto beim Unfall in Bewegung gewesen sein muss, damit die Versicherung greift. Fällt beispielsweise ein totes Tier auf das stehende Fahrzeug, ist dieser Schaden nicht durch die Teilkaskoversicherung gedeckt. Weiterhin sei zu beachten, dass wenn das Haarwild den Unfall verletzt überlebt und davonläuft, der Geschädigte sich umgehend von der Polizei bzw. vom zuständigen Jagdpächter eine Wildschadensbestätigung ausstellen lassen muss, um Ansprüche an die Versicherung erfolgreich geltend machen zu können.

Nicht selten müssen Gutachter im Falle eines Beinahezusammenstoßes prüfen, ob die Schilderung des/der Unfallbeteiligten der Wahrheit entspricht, auch um die Deckung der Folgekosten wie Rettungskosten etc. gewährleisten zu können. Insofern empfiehlt es sich, bereits der Polizei am Unfallort bzw. dem Jagdrevierpächter eine möglichst genaue Beschreibung sowohl des Wildes wie auch des Unfallhergangs abzugeben.

Leistungen bei Hagelschaden

Schäden, die an Fahrzeugen durch die Einwirkung von Hagel hervorgerufen werden, bezeichnet man in der Versicherungsbranche als Hagelschäden. Diese treten in der Praxis sehr viel häufiger auf als die meisten Autofahrer annehmen. In so gut wie jedem Jahr kommt es vor allem während des Frühsommers in mehreren Regionen zu kurzen aber starken Hagelattacken, auf die viele Autofahrer schlichtweg nicht vorbereitet sind. Die Folge sind Schäden, die aufsummiert in die Millionen gehen.

Die typischen Folgen, die aus einem Hagelschauer hervorgehen und an einem Fahrzeug zurückbleiben, sind Verformungen der Karosserie. Die Hagelkörner schlagen mit voller Wucht auf die Karosserieteile ein und hinterlassen regelrechte Krater. Wie stark das Ausmaß eines solchen Hagelschadens ist, hängt immer von der Intensität des Hagels ab: Teilweise sind die Einwirkungen nur minimal auf dem Fahrzeuglack sichtbar, teilweise ist die Karosserie so stark verformt, dass der Schaden bereits aus weiter Entfernung zu erkennen ist. Übrigens wird längst nicht nur die Karosserie in Mitleidenschaft gezogen: Je nach Intensität der Hagelschauer sowie der Größe der Hagelkörner kann sogar das Autoglas beschädigt werden. Als besonders anfällig gelten Windschutzscheiben, Heckscheiben und Glasdächer.

Hagelschaden

Autofahrer, die über einen Kaskoschutz verfügen, können den entstandenen Schaden bei ihrem Versicherer geltend machen: Vollkaskoversicherungen und Teilkaskoversicherungen schließen Hagelschäden üblicherweise mit ein. Wichtig in solch einem Fall ist die zügige Meldung des Schadens: Die meisten Versicherer führen eine zeitnahe Überprüfung durch, indem sie regionale Gutachten durchführen lassen – wenn entsprechende Schäden auftreten, sind in so gut wie allen Fällen stets mehrere Fahrzeuge betroffen.

Üblicherweise geht aus der Regulierung des Schadens keine Anpassung des Schadenfreiheitsrabatts hervor – dieser bleibt erhalten. Allerdings kann es vorkommen (in Abhängigkeit vom gewählten Versicherungstarif), dass eine Selbstbeteiligung geleistet werden muss. Doch selbst wenn sich diese auf einen Betrag von mehreren hundert Euro beläuft, lohnt sich die Inanspruchnahme der Versicherungsleistungen: Der Austausch von Karosserieteilen ist im Normalfall an deutlich höhere Kosten gekoppelt.

Bagatellschäden

Solange die Beschädigungen einen bestimmten Wert nicht überschreiten, spricht man hier von einem Bagatellschaden. Im Allgemeinen liegt die Grenze bei etwa 700 Euro. Dass ein großer Teil der Unfälle in diese Kategorie fallen, ist dabei sicher nicht ungewöhnlich. Allerdings verstecken sich auch hinter einem Bagatellschaden so manche Tücken und er kann teurer werden als gedacht. Aus diesem Grund sollte man einige Regeln beachtet, damit am Ende nicht eine Mücke zum Elefanten wird.
Als Erstes gilt auch hier, dass es nicht ohne eine ordentliche Unfallmeldung geht. Neben den Personalien der Beteiligten an einem Unfall gehören hierzu auf jeden Fall der Fahrzeugtyp sowie die Kennzeichen der einzelnen Pkws. Daneben sollte immer eine kurze Beschreibung des Hergangs und der Schäden vorgenommen werden. Eine ergänzende Skizze ist natürlich noch besser. Auf keinen Fall sollte man an dieser Stelle die Schuld für den Unfall anerkennen, sondern immer eine möglichst neutrale Haltung bewahren. Wer ganz sicher gehen will, sollte die Polizei zur Unfallstelle rufen und alles protokollieren lassen. Besondere Schwierigkeiten ergeben sich natürlich dann, wenn etwa beim Einparken ein fremdes Fahrzeug touchiert wird, aber der Halter nicht in der Nähe ist. Ein einfacher Zettel unter der Windschutzscheibe riskiert hier den Führerschein.

Erst nach einer angemessenen Wartezeit darf man den Unfallort verlassen, muss aber innerhalb der nächsten Stunden die Versicherung und Polizei über das Geschehen informieren. Was die Regulierung des Schadens betrifft, muss bei einer Bagatelle kein Gutachter hinzugezogen werden, denn die Erstattung der Kosten für das Gutachten kann die gegnerische Versicherung verweigern. Der Kostenvoranschlag einer Kfz-Werkstatt reicht in der Regel im Fall eines Bagatellschadens aus. Der Rat eines Sachverständigen ist aber dann nützlich, wenn mit verdeckten Schäden am Fahrzeug zu rechnen ist.

Wissen zur Autoversicherung kompakt

Die Ablehnungsfrist in der Kfz-Haftpflichtversicherung ergibt sich aus dem Pflichtversicherungsgesetz, in dem die weiteren Einzelheiten zu dieser Form der Haftpflichtversicherung genauer geregelt werden. Im Normalfall wird den Versicherungsgesellschaften ein Zeitrahmen von vier Wochen eingeräumt, um über die Annahme oder Ablehnung eines Antragstellers zu entscheiden. Im Fall der Kfz-Haftpflichtversicherung gelten allerdings andere Regeln wie im § 5 Absatz 3 Pflichtversicherungsgesetz (PflVG) nachgelesen werden kann. Hier begrenzt der Gesetzgeber die Ablehnungsfrist auf lediglich zwei Wochen. Innerhalb dieses Zeitraums muss der Versicherer entschieden haben, ob dem Antrag auf Aufnahme in die Haftpflichtversicherung stattgegeben wird oder ein Ablehnungsbescheid ergeht.

Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben zur Kfz-Haftpflichtversicherung ist unter anderem auch die Höhe der Deckungssummen genau umrissen. Die sogenannte Mindestdeckung wird anhand der verschiedenen Schadensfälle unterschieden, von denen etwaige Personenschäden die größte finanzielle Aufmerksamkeit verdienen. Hier schreibt der Gesetzgeber eine Deckungssumme in Höhe von 7,5 Millionen Euro vor. Sachschäden sind dagegen nur mit einem Betrag von maximal einer Million Euro versichert. Weit abgeschlagen folgen andere Vermögensschäden, die nur im Rahmen von 50.000 Euro durch die Kfz-Versicherung abgedeckt sind.

Was geschieht aber in dem Fall, dass die Schadenersatzansprüche die Mindestdeckung der Haftpflicht nach einem Unfall übersteigen? Hier muss der Versicherte wohl oder übel die Differenz zwischen der Schadenssumme und dem Betrag aus der Versicherung selbst tragen. Gerade bei einem Personenschaden, der sich auf mehrere Millionen Euro beläuft, wird dies schnell teuer, und in einigen Fällen ist es sogar unmöglich, dies aus eigener Tasche zu zahlen. Hier hilft die Erhöhung der Mindestdeckung weiter. Viele Versicherungsgesellschaften erweitern die Deckungssummen gegen die Zahlung einer kleinen Gebühr. Die erweiterte Deckung kann so zum Beispiel auf 100 Millionen Euro ausgedehnt werden.

Auf diese Art und Weise kann sich jeder Fahrzeughalter in ausreichendem Umfang gegen die Gefahren des Straßenverkehrs absichern und genießt den hohen Sicherheitsfaktor einer optimalen Deckungssumme in der Kfz-Versicherung. Die Beiträge für die erweiterte Deckung weichen nur geringfügig von denen einer einfachen Kfz-Haftpflicht mit Mindestdeckung ab.

Die elektronische Schadensmeldung soll Versicherungsnehmern die Möglichkeit einräumen, ihre Schäden dem Versicherer auch auf elektronischem Wege bzw. über das Internet mitzuteilen. Dazu gilt es lediglich die entsprechende Unterseite auf der Website des Versicherers aufzurufen und dort die jeweiligen Formulare auszufüllen. Anschließend gilt es die Meldung noch abzusenden.

Gleich an dieser Stelle soll angemerkt werden, dass die elektronische Schadensmeldung noch in den Kinderschuhen steckt: Längst nicht alle Versicherer bieten ihren Kunden diesen Service an. Zugleich stellt sich in manchen Fällen auch die Frage, ob es überhaupt als empfehlenswert gilt, eine Schadensmeldung auf diesem Weg abzusetzen.

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Bei der elektronischen Versicherungsbestätigung handelt es sich um eine verhältnismäßig junge Form der Kfz-Zulassung, die im 2008 eingeführt wurde. Im Rahmen des neuen Zulassungsverfahren kommt vor allem der so genannten Versicherungsbestätigungsnummer (kurz: VB-Nummer) eine hohe Bedeutung zu: Sie löst die frühere Versicherungsbestätigungskarte (die von zahlreichen Versicherungsnehmern auch als Doppelkarte oder Deckungskarte bezeichnet wird) ab.

Die Frist zur Begleichung der Rechnung nach Vertragsabschluss beträgt drei Monate, beginnend mit dem Tag der Fälligkeit der Zahlung. Verstreicht diese Frist, ohne dass seitens des Versicherungsnehmers eine Zahlung vorgenommen wurde, bleiben der Versicherungsgesellschaft mehrere Möglichkeiten zu handeln: Sie kann einerseits den offenen Betrag gerichtlich einfordern und den Versicherungsnehmer damit zu einer Zahlung verpflichten. Sie kann jedoch andererseits auch vom Vertrag zurücktreten. Ebenso kann der Versicherungsnehmer durch Nichtzahlung der Erstprämie den Vertrag automatisch verfallen lassen. Er kann jedoch auch vor Ablauf der Dreimonatsfrist eine ausdrückliche Rücktrittserklärung an die Versicherung richten.

Wichtig für die Versicherung ist es, dass im Schadensfall keine Leistung ihrerseits erbracht werden muss, sofern bei einem Unfall die Erstprämie seitens des Versicherungsnehmers noch nicht überwiesen wurde. Der im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) unter § 37 geregelte Zahlungsverzug bei Erstprämie sieht weiterhin vor, dass die Versicherungsgesellschaft den säumigen Versicherungsnehmer entweder bei Vertragsunterzeichnung oder durch gesonderte Schreiben schriftlich und ausdrücklich über die Folgen eine Nichtzahlung informieren muss, vor allem in Bezug auf mögliche Schadensfälle. Eine Ausnahme bildet dabei, dass der Versicherungsnehmer die Nichtzahlung beispielsweise durch Buchungsfehler der Bank oder Krankheit nicht zu vertreten hat.

In jedem Fall kann die Versicherungsgesellschaft bei Nichtzahlung der Erstprämie seitens des Versicherungsnehmers und daraus resultierendem Vertragsrücktritt eine angemessene Geschäftsgebühr verlangen. Die Reform des Versicherungsvertragsgesetzes hat auch dazu geführt, dass die ehemals als § 38 bekannte Regelung bei Zahlungsverzug im Erstprämienfall zum neuen § 37 wurde, welcher unter anderem nun vorsieht, dass die Versicherung selbst bei Nichtzahlung nur dann vom Vertrag und den damit verbundenen Leistungsverpflichtungen zurücktreten kann, wenn sie dem Kunden vorher eine ausdrückliche Erklärung hat zukommen lassen.

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Für die Teilnahme am Straßenverkehr und den Betrieb eines Kraftfahrzeuges gelten in Deutschland besondere Vorschriften. Allerdings vernachlässigt ein großer Teil der Autofahrer die Konsequenzen, welche sich aus einem Unfall ergeben, der sich nicht auf menschliches Versagen zurückführen lässt. Selbst dann, wenn kein Schuldiger für einen Zusammenstoß ermittelt werden kann, sondern der Unfall auf technisches Versagen zurückzuführen ist, bestehen berechtigte Schadenersatzansprüche. Der Grund für diesen Umstand ist die sogenannte Gefährdungshaftung. Diesem Rechtsgrundsatz liegt eine Annahme zugrunde, welche davon ausgeht, dass einige Gegenstände bereits im normalen Betrieb eine Gefahr für andere darstellen. Dieser Haftungsgrundsatz ist der Grund, warum auch bei einer umsichtigen Fahrweise Unfälle einen Schadenersatzanspruch nach sich ziehen können.

Beispiel: bei einem Pkw versagen die Bremsen und die Folge ist ein Auffahrunfall. In diesem Fall trifft den Besitzer zwar keine ursächliche Schuld, da er die Bremse betätigt hat. Allerdings hat er dafür zu sorgen, dass die technischen Einrichtungen an seinem Fahrzeug einwandfrei funktionieren. Eine Ausnahme der Gefährdungshaftung wäre der Fall, wenn ein unabwendbares Ereignis als Unfallursache in Frage kommt.

Hierbei handelt es sich um Situationen, in denen selbst korrektes Verhalten in allen Punkten den Zusammenstoß nicht verhindert hätte. Grundlage für eine Gefährdungshaftung im Straßenverkehr ist der § 7 des Straßenverkehrsgesetzes (StVG). Absatz 1 dehnt die Gefährdungshaftung auch auf Anhänger aus, die von dem Fahrzeug gezogen werden. Sobald das Fahrzeug ohne das Wissen des Halters benutzt wird, ist dieser nicht mehr für einen entstandenen Schaden verantwortlich. In diesem Fall trägt der tatsächliche Fahrer die Verantwortung. Wird das Fahrzeug dagegen zeitweilig Überlassen, so ist wieder der Halter in der Verantwortung. Im Rahmen der Gefährdungshaftung gilt eine Ausnahme: sobald Fußgänger an einen Unfall beteiligt sind, kann sich der Halter des Pkw nicht mehr auf die höhere Gewalt berufen.

Malusdatei: Fast jede Versicherung verfügt über eine Datenbank, in der die Schadensdaten zu jedem einzelnen Versicherer festgehalten werden. Der Begriff Malus selbst entstammt dem lateinischen Wortschatz und kann mit schlecht oder böse übersetzt werden. Das genaue Gegenteil zu Malus ist der Bonus. Letzterer bezeichnet ja bekanntlich etwas Positives. Durch die Dokumentation von Schäden in einer Malusdatei besteht die Möglichkeit bei einem Wechsel der Assekuranz, dass die neue Versicherung die Aussagen eines Antragstellers überprüft. Spätestens hier werden Auslassungen oder falsche Angaben natürlich aufgedeckt, speziell wenn es um die Einstufung des Antragstellers in eine der Schadensklassen bei einem Vorversicherer geht.

Was taucht in einer Malusdatei aber alles auf? Neben den persönlichen Angaben wie dem Namen und der Anschrift eines Versicherten wird in diesem Datensatz auch das amtliche Kennzeichen sowie die Zahl der gemeldeten Schäden im vergangenen Versicherungsjahr und die Schadensklasse nebst dem Ende des Versicherungsvertrages notiert. Über die Folgen unwahrer Aussagen scheint sich so mancher Autofahrer nicht im Klaren zu sein, denn im Ernstfall droht die Weigerung der Versicherung zur Übernahme einer Leistung.

Die Obliegenheiten verkörpern einen Fachbegriff, der aus dem Versicherungswesen stammt und unter anderem auch für den Bereich der Kfz-Versicherung gilt. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um einen Überbegriff, der für alle die einzelnen Verpflichtungen steht, die der Versicherungsnehmer gegenüber dem Versicherer eingeht, wenn es zum Vertragsabschluss kommt. Man spricht auch von den sogenannten Verhaltensvorschriften.

Der mitunter wichtigste Teilbereich der Obliegenheiten ist die sogenannte Anzeigepflicht. Der Versicherungsnehmer ist dazu verpflichtet, Informationen, die für den Versicherer relevant sind und unter Umständen einen Einfluss auf die Kfz-Versicherung und deren Leistungen nehmen können, dem Versicherer umgehend mitzuteilen. Sollte sich beispielsweise herausstellen, dass mit dem versicherten Fahrzeug mehr Kilometer zurückgelegt werden als ursprünglich bzw. im Rahmen der Antragstellung angegeben wurde, so gilt es den Versicherer darüber zu informieren. Zwar kann dies zu einer Erhöhung des Beitrags führen, jedoch gilt es trotzdem auf diese Weise zu verfahren.

Unter der Selbstbeteiligung, die gelegentlich auch als Selbstbehalt bezeichnet wird, versteht man den Kostenanteil, den der Versicherungsnehmer im Schadensfall selbst übernehmen muss. Dies bezieht sich ausschließlich auf Sachschäden, die das Eigentum des Versicherungsnehmers betreffen, wie zum Beispiel Beschädigungen an seinem Fahrzeug. Schäden, die von Dritten geltend gemacht werden, werden vom Versicherer vollständig übernommen. Deshalb gibt es die Selbstbeteiligung auch nur bei der Teilkasko– und Vollkaskoversicherung – bei der Haftpflichtversicherung muss der Versicherungsnehmer Sachschäden, die am eigenen Vermögen entstanden sind, selbst begleichen.

Auf welche Höhe sich die Selbstbeteiligung für den Versicherungsnehmer beläuft, hängt vom jeweiligen Versicherungstarif ab. Prinzipiell ist es möglich, eine Kaskoversicherung abzuschließen, die keine Selbstbeteiligung vorsieht. Die meisten Versicherungsnehmer entscheiden sich allerdings für Tarife, die die Zahlung einer Selbstbeteiligung im Schadensfall vorsehen, da sie auf diese Weise die Beitragshöhe senken können. Häufig ist es sogar möglich, die Höhe der Selbstbeteiligung selbst zu bestimmen bzw. sich für einen von mehreren zur Auswahl stehenden Selbstbeteiligungsbeträgen zu entscheiden. Je höher der der gewählte Selbstbeteiligungsbetrag ausfällt, desto geringer fällt der Versicherungsbeitrag aus.

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